Alles was Recht ist – für Produkttester

Produkttester verfolgen ein wirtschaftliches Interesse. Sie erhalten einen Mehrwert durch die getesteten Produkte oder durch Affiliate Einnahmen, sind daher zu den rechtlichen Angaben verpflichtet.

Der Produkttester bekommt ein Produkt zugeschickt und evtl. eine finanzielle Entschädigung oben drauf und gibt dafür eine Ware ab. Den Beitrag inkl. der Fotos und Backlinks. Es ist eine Dienstleistung, die zwar nicht immer mit Geld aufgewogen wird, aber es bleibt eine Dienstleistung. Mit diesem Hintergrund ist der Tester zu den rechtlichen Angaben verpflichtet. Dazu gehören:

  • Impressum
  • Datenschutz
  • Cookie Hinweis

Welche Voraussetzungen braucht theoretisch ein Produkttester

Wie wir oben schon festgestellt haben, leistet er eine Dienstleistung. Er hat seine Tätigkeit also als Nebengewerbe anzumelden. Sollten Einnahmen kommen von Produkttests müssen diese auch versteuert werden. Selbst bei Waren die man kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommt muss eine „Rechnung“ auf diese Ware ausgestellt werden.

Bei Werbeeinnahmen durch Affiliate Programme ist das schon deutlicher. Man erzielt gewerbliche Einnahmen mit seiner Homepage. Das Ziel der Homepage ist es Klicks und Sales auf einen Werbebanner zu erzielen.

Meldet man seine nebenberufliche Einnahme nicht an, fällt das in den Bereich des Steuerbetruges. Ein nebenberufliches Kleingewerbe anmelden kostet 30 Euro bei der Stadt. Einnahmen sind dabei anfangs nicht erforderlich. Sie müssen jedoch angegeben werden.

Pflichtangaben des Imressums

Firmenname (sofern vorhanden), Vorname, Name, Adresse, Telefonnummer, Faxnummer (sofern vorhanden), Email, Steuernummer, USt-Nummer (sofern vorhanden), Link auf die Streitschlichtungsplattform

Da man aber nicht alles Wissen kann, empfehlen wir einen Impressum-Generator (z.B. eRecht24)

Pflichtangaben zum Datenschutz lt. DSGVO

  1. Informationen über den Verantwortlichen
  2. Warum werden Daten erhoben
  3. Rechtliche Grundlage der Datenerhebung
  4. Speicherdauer und die Speicherkriterien
  5. Betroffenenrechte
  6. Beschwerderecht
  7. Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten
  8. Zweck der Datenerhebung
  9. Angaben über Weitergabe an Dritte
  10. Angaben über Weitergabe ausserhalb der EU
  11. Bereitstellung von Daten (z.B. bei einer Accounterstellung)
  12. Automatisierte Daten

Da wir wissen das dies recht kompliziert ist, empfehlen wir auch hier einen Generator zu nutzen oder fertige Plugins von WordPress.

Pflichtangaben zu den Cookies

Es muss ein Hinweis auf der Seite sein, dass Daten erhoben werden. Auch hier haben die meisten Bloganbieter kostenfreie Plugins die man verwenden sollte.

Rechtliches bei der Bewertung

Hier ist es recht klar, je mehr rechtliche Informationen bereit gestellt werden, desto besser bewerten wir auch die Webseite. Dabei ist für uns das Impressum die wichtigste Instanz.

Rechtliches zum Produkttests

Zwar machen sich viele Produkttester die Mühe und schreiben unentgeltliche Werbung darüber. Das ist es aber in den meisten Fällen nicht. Da man das Produkt bekommen hat, um einen Beitrag zu verfassen, ist dies eine Dienstleistung und damit eine bezahlte Werbung. Das ist nicht schlimm. Der Leser eine Produkttester Blogs muss dies nur wissen. Das gilt auch bei scheinbar kostenlosen Tests wenn ein Affiliate Link versteckt ist.

Immer daran denken, das Ziel ist es Besucher zu bekommen. Diese sollen entweder auf Banner klicken oder Kunden bezahlen einen für die Menge an Besuchern.

Aber wahrscheinlich haben viele Tester Angst das es dann nicht mehr ehrlich klingt. Täuscht euch nicht, der Leser ist nicht doof. Viele wissen das es zur Verfügung gestellt worden ist, also kann man das auch erwähnen.

Wie kennzeichnet ihr Eure Beiträge, wenn der Kunde etwas zuschickt oder ein Affiliate-Link verbaut ist?

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