Versandkosten – Was kostet der Versand?

Last modified date

Comments: 0

Was kostet kostenloser Versand

Vesand ist nicht kostenlos, auch wenn auf Amazon und Ebay viele Produkte kostenlos angeboten sind. Dies liegt an der Politik dieser Portale. Denn als Shopbetreiber zahlt man auch für die Versandkosten eine Provision.

Wer über die großen Plattformen wie Amazon und Ebay stöbert, findet viele Produkte als kostenfreien Versand. Aus psychologischer Sicht ist dies natürlich schön, denn man sieht mit einem Schlag den Endpreis. Ab in dein Einkaufswagen und bezahlen. Man weiss auch, dass irgendwie die Versandkosten mit einkalkuliert sind. Wie ist dem Einzelnen egal. Dabei lohnt der Blick hinter die Kulissen, denn man würde schnell feststellen, dass man in jedem kleinen Onlineshop am Ende billiger ist, als in Amazon und Ebay. Wäre doch schon mal Interessant, wie ein Produkt in Amazon & Ebay berechnet wird. (Es gibt natürlich mehr Verkaufsplattformen – Rakuten, Real, Yatego, Hood usw. – die beiden stehen als Größte Vertreter symbolisch

Kosten von kostenlosen Versand
Was kostet der Versand bei Versand kostenlos

Wie wird ein Produkt für Amazon & Ebay berechnet? (bei Versand kostenlos)

  1. EK – der Einkaufspreis, es ist der Preis den der Händler von seinem Hersteller bezahlt.
  2. Gewinn des Händlers (dies ist in der Regel 50 – 300%)
  3. Versandkosten
  4. MwSt. (19%)
  5. Provisionen (Verkaufsplattformen, Abrechnungssysteme) (ca. 20%)

Als Bsp. ein Produkt was im Einkauf 6,- Euro kostet mit einem Gewinn von 100% und den Versandkosten von 3,70 Euro Euro sowie Steuer 19% und Provisionen 20%

Grundpreis: 6,00 Euro
Gewinn: 6,00 Euro

Versandkosten: 3,70 Euro

Gesamt netto: 15,70 Euro
Gesamt inkl. Steuer: 18,68 Euro

Gesamt inkl. Steuer + Provisionen: 22,42 Euro

Gleiches Produkt unter gleichen Voraussetzungen in einem Onlineshop mit Versandkosten von 3,70 Euro (netto – Brutto 4,40 Euro)

Grundpreis: 6,00 Euro

Gewinn: 6,00 Euro

Gesamtnetto: 12,00 Euro
Gesamt inkl. Steuer: 14,28 Euro
Gesamt inkl. Provisionen: 17,14 Euro

Versandkosten-Brutto: 4,40 Euro

Gesamt-Preis: 21,54 Euro

(für alle Shopbetreiber und Rechenexperten – das ist nur eine sehr vereinfachte Darstellung und soll lediglich das Prinzip erklären)

Zusatzbemerkungen
Nun kann man sagen, das sind 0,88 Euro – das ist nicht mal einen Euro. Stimmt, es ist nur die Provison auf die Versandkosten.
In der Kalkulation im Shop sind auch 20% Provisionen enthalten. Das ist richtig, aber im Onlineshop kann man auch einen Rabatt bekommen.

Alle großen Verkaufsplattformen sagen natürlich offen, dass sie diese Verkaufsgebühr auch für die Versandkosten haben und das steht auch in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Es ist allerdings verschleiert. Also Shopbetreiber wird man fast gezwungen kostenfreien Versand anzubieten und es vorab in das Produkt einzukalkulieren. Immer mit dem Verkaufsargument, dass der Kunde einen sofort sichtbaren Preis hat. Das ist richtig, er sieht sofort den Endpreis. Er sieht aber dadurch auch nicht die versteckten Kosten.

Und wie zwingt Amazon und Ebay den Verkäufer zum kostenlosen Versand?
Durch das Ranking – Produkte die keinen kostenlosen Versand anbieten, werden in den Verkaufsplattformen in der Liste weiter unten dargestellt. Dadurch verkauft der Verkäufer weniger.

Versandkosten - was kostet kostenloser Versand
Was kostet Versand?

Wie entstehen die Versandkosten?

Versandkosten werden von Versandanbietern auf 2 Wegen berechnet. Größe oder Gewicht – eines haben allerdings beide gemeinsam, es sollte immer in einem Karton verpackt werden. Und in beiden Fällen zählt, bei Größe oder Gewicht, es wird jeweils der höhere Betrag genommen. Damit man aber nicht so eine komplizierte Darstellung hat, gibt der Verkäufer in der Regel nur einen Standard-Betrag an, denn die Versandpreise sind in der Regel eine Tabelle für Größe und Gewicht und jedes Produkt hat seine eigene Größe und sein eigenes Gewicht.

Dabei variieren die Versandpreise bei normalen Paketten zwischen 4 – 20 Euro im Inland. Bei Speditionsware (das heisst alles was mehr als 30kg ist, kann sich der Preis verfielfachen.) Und genau auf diese 4-20 Euro und auf die Speditionsware kommt noch einmal eine Verkaufsprovision. Und das ist immer noch ein günstiger Preis. An der Stelle muss man sich vorstellen, dass ein Paket z.T. 100erte Kilometer durch Deutschland unterwegs ist, wo viele Menschen dran arbeiten für 4,- Euro. Sicherlich, sind viele Automatismen dabei. Aber letztlich Arbeiten überall Menschen, und das Paket abgeholt und letztlich zugestellt, wird vom Menschen. Und das ist auch dass, was letztlich die Kosten des Versandes nach oben treibt.

Hier gibt es ein interessantes Video über die Zustände bei Lieferdiensten, was komplett der Wahrheit entspricht.

Mein Wunsch für die Zukunft wäre, dass der einzelne Mensch, weiss welche Arbeit bei einem Onlineversand steht und das Versand nicht kostenlos ist. Das man Versandkosten transparenter darstellt, das man auch die Kosten und Leistung dahinter erkennt. Wenn Amazon schon eine Übermacht als Verkaufsplattform bietet, dann kann es dem Kunden auch die Möglichkeit des Versandes bieten und zwar genau darzustellen, was etwas kostet. Hier stelle ich mir vor, dass auf den Verkaufsplattformen der Produktpreis steht und dem Kunden je nach Warenkorb die Versandkosten angezeigt werden. Amazon selber wäre das Versandunternehmen und würde es beim Verkäufer abholen und zum Kunden bringen. Der Kunde zahlt die Versandkosten direkt an Amazon.

Jetzt propagiert man Amazon Prime, wo dies scheinbar so sein soll. Der Kunde zahlt einmal im Jahr 90,- Euro und darf Versandkostenfrei bestellen. Hier gibt es nur einen Gewinner – Amazon. Amazon bekommt vom Kunden 90,- Euro. Der Verkäufer ist gezwungen den Versandtarif von Amazon zu nutzen, der ein vielfaches teurer ist, als wenn man selber verschickt. Der teure Tarif von Amzon ist in den Produktpreis einkalkuliert + Provision auf den Versand. Und das Versandunternehmen ist gezwungen 14 Uhr abzuholen und am kommenden Tag zuzustellen. Was oftmals gar nicht geht. Und wenn der Kunde sein Paket nicht bis 14 Uhr am kommenden Tag bekommt, beschwert sich der Kunde beim Verkäufer und der bekommt eine negative Bewertung. Amazon hingegen ist fein raus. Sie verkaufen einen Service, den sie selber nicht halten können.

Und warum das alles auf einem Blog für Suchmaschinenoptimierung?

Bietet man nicht wie die anderen Shops einen kostenlosen Versand an, springen Menschen schon mal ab – und das ist letztlich nicht gut für das SEO, weil dadurch die Absprungrate erhöht wird. Aber unter uns, mit der Absprungrate kann man auch leben.

Fazit: Versand kostet Geld und dem Kunden und dem Verkäufer muss es klar sein. Dieser Versandpreis muss auch dargestellt werden und sichtbar, sowohl in einem Onlineshop als auch auf den großen Verkaufsplattformen.

How useful was this post?

Click on a star to rate it!

Average rating / 5. Vote count:

No votes so far! Be the first to rate this post.

simpli

Ich bin seit 1999 im Internet unterwegs. Seit 2001 die erste Webseite. Seit 2005 im Bereich SEO und Suchmaschinenoptimierung tätig. Hauptsächlich wurden die Erfahrungen mit Shopsystemen gemacht. Ich bin weniger der Theoretiker der alle Fachbegriffe in SEO kennt, jedoch kann ich meine Erfahrungen in verschiedensten Shopping-Branchen einsetzen. Für mich heisst SEO nicht optimieren für Google, sondern für den Menschen und den Käufer. Ich wollte mich auch nie mit anderen SEOs messen. Jeder hat seine Erfahrungen gemacht und auch ich lerne gern. Google hat ca. 200 Faktoren die ein Ranking beeinflussen. Ich lege Wert auf die Verbesserung der Haltezeit und möchte dies mit qualitätsvollen Inhalten erreichen. Hier kann ich auf einen nachhaltigen Erfolg blicken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Post comment