simpli/ August 9, 2019/ Neuigkeiten/ 0Kommentare

Immer wieder sind Herstellungskosten im Umlauf und man beschwert sich über Händler, wie viel Gewinn an einem Produkt beim Händler bleibt. Das Ergebnis ist äusserst nüchtern, denn im Endergebnis bleiben dem Onlinehändler oft nur 10% oder weniger an Gewinn.

Machen wir die Beispielrechnung für ein Produkt was Händler 10,- Euro im Einkauf kostet. (Netto) Hier rechnen wir auch nur Netto und alles ist stark vereinfacht – es geht nur darum, um zu erklären wie viel am Ende übrig bleibt.

  • Produkteinkauf: 10,- Euro
  • Anlieferkosten: 0,50 Euro (meinst 2-6% des Einkaufspreises)
  • Gemeinkosten (Strom, Miete, Wasser, Telefon – Fixe Ausgaben des Händlers: 2,00 Euro (meist ca. 15 – 30 % des Einkaufspreis)
  • Gewinn: 5 Euro (meist 10 – 100% des Einkaufspreis)
  • Verpackung & Füllmaterial: 0,50 Euro (ja auch so ein Karton kostet Geld)
  • Verpackung & Füllmaterial: 0,50 Euro (ja auch so ein Karton kostet Geld)
  • Rabatte: 0,00 (wenn ein Käufer einen Rabatt gewährt, ist er zumindest vorher irgend wann einmal einkalkuliert worden)
  • =Summe: 18,00 Euro (netto)
  • Nun kommt noch die Steuer oben drauf: 3,42 Euro
  • Und darauf kommt jetzt die Verkaufsprovision (diese erhebt Ebay, Amazon, Preissuchmaschinen wie Idealo oder auch auch Werbekosten wie z.B. Google Anzeigen) 4,28 Euro ~ 20 %
  • Endverkaufspreis: 25,90 Euro.

Ist ein Produkt noch kostenlos im Versand ist auch dieser Preis mit eingerechnet. An dieser Stelle haben wir noch nicht gerechnet, ob ein Händler davor ein Großhändler war. Letztlich hat jeder seine eigene Kalkulation und kann nur überleben, wenn er auf Masse verkauft. Nur einer Lacht bei dieser Rechnung immer, dem ihm ist es egal welcher Händler hier etwas verkauft. Das sind die Preissuchmaschinen und die Verkaufsplattformen wie Amazon und Co.

Damit man eine Hausnummer hat: Preissuchmaschinen sind nicht wirklich eine Preissuchmaschine. Händler müssen sich dort anmelden und bezahlen für jeden Klick zwischen 20-30 Cent. Ist das Budget aufgebraucht, ist der Händler nicht mehr zu sehen. Sprich, in einer Preissuchmaschine ist man nur zu finden, wenn man dafür auch bezahlt. Man findet sicherlich ohne Preissuchmaschinen wesentlich günstigere Angebote vom gleichen Produkt. Hier kann man bis zu 20% sparen, wenn man nicht auf eine Preissuchmaschine klickt.

Andere Nummer ist Amazon. Hier ist es mir immer wieder ein Rätsel, wieso diese Plattform so einen Erfolg hat, denn die scheinbaren Sonderangebote werden auf Kosten der Händler ausgetragen. Versandkosten und Produkte haben oft über 20% Provision drauf. Auch hier kommt ein Kunde besser wenn er in einem Onlineshop einkauft und dort evtl. noch einen 10 % Rabatt erfragt. Denn dieser würde sonst von Amazon geschluckt. An der Stelle sei auch der Service Prime zu erwähnen, wo man 24 Stunden versand verspricht. Diese sind oft Flächendeckend gar nicht zu erreichen, oft scheitert es am Kunden, die etwas bestellen und dann nicht da sind und das ist alles im Preis mit eingerechnet.

Daher meine Frage, wo bestellt man ? Im Onlineshop, wo man noch Geld sparen kann, wenn man einen Rabatt erfragen kann und man z.T. auch menschliche Antworten erwartet oder bei Amazon und Co, wo man letztlich einem Unternehmen Geld gibt, dass keine Steuern zahlen will und man keinen ersthaften mehrwert hat.

Wo bestelle ich am Liebsten Live

  • Im Onlineshop ist ja klar - direkt und ohne Umwege
    100% 1 / 1
  • Bei Amazon oder Ebay - hier fühle ich mich sicher
    0% 0 / 1

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